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Action und Kreativität am Knock

Datum:
Veröffentlicht: 5.8.21
Von:
Christian Scherfenberg
Insgesamt 75 Kinder waren zu den Angeobten in der ersten Augustwoche am Haus „Am Knock“ in Teuschnitz.

Ein spannendes und abwechslungsreiches Programm besuchten insgesamt 75 Kinder in der ersten Augustwoche am Haus „Am Knock“ in Teuschnitz. Von Samstag bis Mittwoch gab es kreative und sportliche Angebote im und um das Jugendbildungshaus.

Jugendarbeit ist auch diesen Sommer nur unter Auflagen möglich. Deshalb war für die Leiterinnen und Leiter des Jugendbildungshaus‘ „Am Knock“ klar, dass es auch dieses Jahr leider kein Zeltlager in gewohnter Weise geben wird. Zu viel dessen, was das Lagerleben ausmacht, wäre den Beschränkungen zum Opfer gefallen. Genauso waren sich die Ehrenamtlichen, wie Hauptberuflichen aber auch einig, dass es als Ersatz Tagesveranstaltungen für alle geben soll, die normalerweise zum Zeltlager gekommen wären. Unterstützt von Bildungsreferent Andy Fischer aus Kronach und Christian Scherfenberg, dem pädagogischen Mitarbeiter des Hauses, stellten die Ehrenamtlichen ein Programm mit sportlichen und kreativen Angeboten zusammen.

Natürlich ist auch der Rahmen dieser Veranstaltung, trotz aller Lockerungen, bestimmt von den Corona-Schutzmaßnahmen. Zum Glück können sich aber in diesem Sommer zumindest zehn Personen in einer Gruppe aufhalten, ohne dass sie Abstand halten und eine Maske tragen müssen. Die große Nachfrage bestätigt die Vermutung, dass sich alle wieder mehr sozialen Kontakt und Aktionen am Knock wünschen. Schon am ersten Tag wird offensichtlich, dass die Kinder es sehr genießen, nach fast eineinhalb Jahren der Pandemie, auch wieder in größeren Gruppen unterwegs zu sein.

Pro Tag wurden mindestens 2 Aktivitäten zur Auswahl angeboten. So konnten z.B. alle handwerklich Interessierten am Samstag und Sonntag, Schwedenstühle aus Holz bauen. Hierbei musste gemessen, gesägt, gebohrt, geschraubt, geschliffen und getackert werden. Geschicklichkeit, Treffsicherheit, Fitness und Körperbeherrschung wurde von den Kindern und Jugendlichen beim lebensgroßen Flipper, dem aufblasbaren Bungee-Turm, den Bubble Balls und beim Frisbee Golf unter Beweis gestellt. Samstagnacht gab es eine Nachtwanderung, die durch ein Lagerfeuer mit Stockbrot unter einem beindruckenden Sternenhimmel abgerundet wurde. Beim gemeinsamen Singen mit Gitarre kam sogar so etwas wie Zeltlager-Feeling auf. Leider machte das Wetter am Sonntag einen Strich durch alle Outdoor-Aktivitäten. Am Montagmorgen konnte es aber ganz ungetrübt weitergehen. Viel Spaß hatten die Kinder beim Rätsellösen auf dem Geocache, der sie, zwischen Kremnitz und Bürgersbach, durch die Täler der näheren Umgebung führte. Dank des GPS-Geräts waren die Teilnehmenden nicht darauf angewiesen, geführt zu werden. Vielmehr fand die Gruppe den Weg ohne Hilfe von außen und löste Aufgaben selbstständig; sie wurde hierbei durch die Ehrenamtlichen lediglich begleitet. Ein gutes Auge und eine ruhige Hand waren beim Umgang mit Pfeil und Bogen genauso gefragt, wie die Konzentration der Teilnehmenden auf sich selber. „Natürlich darf Bogenschießen auch einfach Spaß machen. Allerdings geht es hier nicht nur um sportliche Herausforderung und Wettbewerb. Die Kinder und Jugendliche lernen darüber hinaus sich zu fokussieren. Sie nehmen sich selbst wahr und lernen sich gegenseitig, aber auch individuell zu verbessern“ erläutert Scherfenberg den pädagogischen Ansatz des Angebots. Aber nicht nur Sportskanonen kamen auf ihre Kosten: Für alle Beauty-Begeisterten gab es Lippenpflege zum selber zusammen mischen. Mit der Makramee-Technik knüpften die Kinder eine Aufhängung für eine Blumenampel, die sie zuhause nach ihren Wünschen bepflanzen können. Beim Angebot „Tie-Dye“ entwarfen und färbten die Kinder ihre ganz individuellen T-Shirts und waren danach sichtlich stolz auf ihre Werke.

Schnell gingen die vergangenen fünf Tage vorüber. Die Vorfreude auf ein Zeltlager ohne Corona-Schutzmaßnahmen ist nach dem zweiten Sommer, in dem die Kinder und Jugendlichen nicht am Knock auf dem Feldbett übernachten konnten, noch größer. Trotzdem konnte das Team den Teilnehmerinnen und Teilnehmern entspannte wie auch actionreiche Tage bieten. Viele freuen sich jetzt schon auf die letzten beiden Sommerferienwochen, wenn es weitere Tagesveranstaltungen am Jugendbildungshaus „Am Knock“ geben wird.